Cape Range Nationalpark und das Ningaloo Reef

Der Cape Range Nationalpark liegt im Westen der Halbinsel North West Cape. Für viele Reisende ist dies auch der nördlichste Punkt ihrer Reiseroute, bevor es dann wieder Richtung Perth geht. Von da an nördlich geht es am besten nur noch mit einem Allradfahrzeug weiter.

Bekannt ist der Cape Range Nationalpark für seine wunderschönen Buchten und den direkten Zugang vom Strand aus zum Ningaloo Reef. Wenn dir langsam Schwimmhäute gewachsen sind, vom ganzen Schnorcheln und schwimmen, kannst du hier auch super wandern gehen und die roten Schluchten erkunden. Wir haben im Nationalpark sogar unseren ersten freilebenden Adler gesehen.

Adler im Cape Range Nationalpark

Der Cape Range Nationalpark umfasst eine Fläche von 506 Quadratkilometern. Damit ist er zwar nicht einer der größten Nationalparks Westaustraliens, aber definitiv einer der schönsten. Wenn nicht sogar weltweit! Der Park ist für seine Schluchten (Gorges) und das Ningaloo Reef bekannt. Von den schönsten Stränden aus, kannst du nämlich direkt mit deinem Schnorchel loslegen. Du findest tolle Korallen, ein Haufen Fische, Schildkröten oder auch Riffhaie, ohne eine Tour zu buchen.

Das findest du in unserem Blogbeitrag:

Fakten über das Ningaloo Reef

Das Ningaloo Reef ist rund 300 Kilometer lang und reicht teilweise bis zu 20 Kilometer ins Meer hinein. Es umfasst eine Fläche von über 5.300 Quadratkilometern. Kannst du dir vorstellen, wie groß das ist? Wir haben es also mal in Fußballfelder umgerechnet. Es ist 750.000 Fußballfelder groß. Das sind verdammt viele. Zu viele, um es sich vorstellen zu können.

Das Ningaloo Reef ist das größte Saumriff Australiens und ist besonders vom Cape Range Nationalpark und von Coral Bay aus gut zu erreichen. Im Ningaloo Riff leben um die 500 Spezien an Tropischen Fischen und circa verschiedene 220 Korallenarten. 

Korallen in Coral Bayin Westaustralien

Nicht nur das weltbekannte Great Barrier Reef an der australischen Ostküste bietet eine unfassbare Unterwasserwelt. Das Ningaloo Riff ist durchschnittlich zwischen zwei und vier Meter tief und da es teilweise keine 100 Meter vorm Strand anfängt, auch perfekt für Schnorchler und Schwimmer zu erreichen. Coral Bay verbinden wir vor allem mit unbeschreiblichen Korallenteppichen und das nördliche Ningaloo Reef im Cape Range Nationalpark mit vielen kleinen Fischen und Schildkröten.

Dass wir Schildkröten dort gesehen haben, ist keine Seltenheit, denn der Cape Range Nationalpark ist dafür bekannt vielen Schildkröten Schutz zu bieten, genauso wie Manta Rochen, Dugongs und zu besonderen Zeiten auch Buckelwalen und Walhaien.

Solltest du auch einen Trip entlang der Westküste Australiens planen, schau doch mal bei unseren Blogbeiträgen zum Roadtrip entlang der Westküste und über den Südwesten vorbei.

Wie kommst du zum Cape Range Nationalpark? 

Mit dem Auto in den Cape Range Nationalpark

Exmouth liegt 1.270 Kilometer von Perth entfernt. Das bedeutet verdammt viel Fahrzeit und 2 bis 3 reine Fahrtage solltest du auf jeden Fall für diese Strecke einplanen.

Dennoch finden wir, es ist das einfachste mit einem eigenen Auto den Cape Range Nationalpark zu bereisen. Wir selber hatten einen Mietwagen und waren sehr glücklich darüber. So konnten wir nicht nur die Westküste komplett frei erkunden, sondern uns auch im Cape Range Nationalpark frei bewegen. Wir hatten kein Allradantrieb und konnten den Park trotzdem gut besuchen. Jedoch ist es, wie überall an der Westküste, so, dass man mit einem 4WD Fahrzeug mehr erkunden könnte. Aber mit einem normalen Auto ist es trotzdem gut möglich.

Wenn du mit dem Auto weiterfahren möchtest, sind andere Ziele der Karijini Nationalpark (weitere 610 Kilometer) und Broome (weitere 1.369 Kilometer). 

Wildcamping in Westaustralien

Mit dem Flugzeug in den Cape Range Nationalpark

Eine weitere Möglichkeit ist es, dass du ein Flug von Perth aus nimmst. Perth verlässt zweimal täglich ein Flugzeug von Quantas Airlines in Richtung Learmonth. Das ist mit zwei Stunden Flugzeit deutlich schneller als mit einem Auto. Allerdings brauchst du dann noch vor Ort ein Fortbewegungsmittel. Learmonth ist 37 Kilometer von Exmouth und 120 Kilometer von Coral Bay entfernt. 

Mit dem Bus in den Cape Range Nationalpark

Zudem gibt es Shuttle Bus Services zwischen Perth und Exmouth und zwischen Broome und Exmouth. Auch hier gilt, um den Nationalpark besuchen zu können, brauchst du zusätzlichen Touren oder einen Wagen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Busunternehmen Integrity Coach Lines. Diese bieten einen Hop on Hop off Pass an. Integrity Coach Lines hält laut eigenen Angaben an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Westküste Australiens.

Mit geführten Touren in den Cape Range Nationalpark

Wenn du alleine unterwegs bist oder nur ein paar Tage an der Westküste Australiens hast, lohnt sich für dich vielleicht eher eine geführte Tour. Mit den beiden von uns vorgeschlagenen Touren, hälst am Ningaloo Reef, dem Kalbarri Nationalpark und anderen Sehenswürdigkeiten. Eine der beiden Touren führt dich in fünf Tagen von Perth nach Exmouth. Mit der anderen Tour wirst du in 7 Tagen von Perth nach Exmouth und wieder zurück gefahren.

Ist Exmouth ein Must-See?

Wir sagen definitiv Jain! Exmouth liegt am nördlichen Zipfel der Halbinsel North West Cape. Mit 2.250 Einwohner ist Exmouth eher klein, dennoch kommen hier jährlich mehrere Tausend Reisende vorbei.

Exmouth hat uns als Stadt oder Dorf überhaupt nicht überzeugt. Es ist teils sehr touristisch, verschlafen und wir konnten ihr nichts abgewinnen. Dennoch solltest du auf jeden Fall nach Exmouth kommen.

Denn erstens führt der einzige Weg in den Cape Range Nationalpark durch Exmouth. Und zweitens, wenn du auch mit einem kleinen Auto unterwegs bist, solltet du hier umbedingt nochmal volltanken und deine Vorräte für ein paar Tage auffüllen, bevor du im Park übernachtest. 

In Exmouth und Umgebung gibt es keine Regenzeit. Das Klima ist sehr trocken. Das heißt die Sommer sind heiß und die Winter mild. In Exmouth gibt es etwa 320 Sonnentage. Eigentlich mega schön aber Wasser wird durch den wenigen Regen häufiger mal knapp. Im Sommer wird es hier sauheiß und 40 Grad sind nicht selten.

Schnorcheln im Cape Range National Park

Die meisten Touristen kommen wegen der wunderschönen Strände, dem Schnorchelparadies und dem unglaublich blauen Wasser zum Cape Range. Ja, du kannst hier am Strand liegen und dich bräunen, aber das die komplette Zeit dort zu machen, ist auch Verschwendung. Es gibt so viel zu sehen, unter und über Wasser. Wir waren an fünf verschiedenen Spots schnorcheln, jeder war anders und wir wären am liebsten an noch mehr Orten angehalten.

Schnorcheln in Ningaloo Reef, Westautralien

Oyster Stacks 

Die Oyster Stacks gehören zu den beliebtesten Schnorchelspots im Cape Range Nationalpark. Dieser Schnorchelplatz ist vor allem für Familien und Schnorchelanfänger gut geeignet, da die Korallen direkt am Strand beginnen und das gesamte Riff sehr flach ist. 

Allerdings solltest du daher auch nur bei Flut dort schnorcheln, wenn das Wasser mindestens 1,2 m hoch ist oder höher. Wir selber waren uns nicht so sicher, hatten vorher andere gefragt, ob es tief genug ist. Wir haben es versucht, leider war es schon zu flach. Das hat kein Spaß gebracht, denn ständig berührten man fast die Korallen und wir konnten nicht entspannt über die Unterwasserwelt hinweg schwimmen.

Weiche Koralle im Cape Range Nationalpark

Der Einstieg ins Wasser geht über Felsen und spitze Austern. Daher solltest du auf jeden Fall vorsichtig sein. Auch liegen dort viele, viele Seegurken, ebenfalls nicht das schönste Gefühl draufzutreten.

Bei den Oyster Stacks kannst du besonders Printer Sweetlips, Mangroven Jack und andere große Rifffische sehen. Für uns war ein Octopus das Highlight, mit Farbwechsel und allem. Leider waren wir für ein Schnappschuss zu langsam.

Alles in allem fanden wir den Platz ok, aber wirklich vom Hocker gehauen hat er uns, um ehrlich zu sein, nicht.

Ein Geheimtipp zum Schnorcheln: North Mandu

North Mandu ist eigentlich einer der Campingplätze im Cape Range Nationalpark und scheint für das Schnorcheln, ein echter Geheimtipp zu sein. Wir haben dort gecampt und das Meer sieht hier wirklich nicht umwerfend aus aber wenn du dich erstmal reingekämpft hast, ist es das gleiche Riff wie an der Oyster Stacks, nur komplett abgelegen und nicht so flach. 

Wir haben hier nur einen Rochen gesehen, aber nur eine Stunde früher haben unsere Mitcamper einen Riffhai, Octopus und eine Schildkröte gesehen. Echte Glückspilze. 

Ningaloo Riff in Westaustralien

Unser Lieblingsschnorchelsport im Cape Range Nationalpark: Lakeside

Kein Geheimtipp und wir waren nicht wirklich für uns aber definitiv einer unser Favoriten ist der Schnorchelsport Lakeside. Hier haben wir unsere erste Schildkröte gesehen! Und es ist wirklich keine Seltenheit. Viele, die hier Schnorcheln gehen, haben mindestens eine zu Gesicht bekommen. Und für dich ein absolutes Muss, wenn du gern eine Schildkröte im Cape Range Nationalpark sehen möchtest.

Vom Parkplatz aus sind es etwa 500 Meter entlang des Strandes Richtung Süden. Am Strand kennzeichnet erst eine große gelbe Pylone und ein Stück weiter dann ein kleines Schild, den Beginn des Riffs.

Strand an der Lakeside im Cape range Nationalpark

Die Strömung ist mitunter ganz schön heftig, weshalb es auch teilweise anstrengend werden kann. Am besten gehst du noch ein Stück weiter und lässt dich dann treiben. Im Wasser gibt es ebenfalls zwei gelbe Bojen als Orientierung. Zwischen ihnen und dem Strand sind die schönsten Korallen.

Dazu kommt, dass das Riff hier komplett anders aussieht. Der Boden ist in einer Tiefen von 3 bis 4 Metern sandig, abgewechselt mit wirklich großen Korallen, die wir in der Form noch nicht gesehen haben. Und genau dort drunter ruhen sich häufig die Schildkröten aus.

Schildkröte im Ningaloo Riff

Wir haben beim Schnorchen an der Lakeside zwar keine Riffhaie gefunden, haben aber Leute getroffen, die dort welche gesehen haben. Also immer schön die Augen nach Schildkröten und Haien offen halten. 

Riffhaie sind übrigens nicht gefährlich. Sie sind zwar keine Vegetarier, sind aber scheu und greifen nichts an, was größer ist, als sie selbst.

Die schönste Bucht im Cape Range Nationalpark: Torquoise Bay

Das Wasser in der Torquise Bay ist unfassbar blau und kristallklar. So wunderschönes Wasser haben wir nur selten gesehen. Diese Bucht lädt zum am Strand liegen oder einfach nur im Wasser rumdümpeln ein. Aaaaber du kannst dort auch perfekt schnorcheln! 

Vom „Drift Loop“ Parkplatz gehst du am besten noch 100 Meter südlich am Strand entlang, bevor du gerade raus schwimmen kannst. Die Strömung trägt dich dann wieder nördlich Richtung Sandbank.

Turquoise Bay im Cape Range Nationalpark, Westaustralien

Die Strömung an der Turquoise Bay ist sehr stark und rund um die Sandbank, ist das Schwimmen und Schnorcheln auch aus gutem Grund verboten. Die starke Strömung hier kann dich sehr schnell raus aufs Meer ziehen. Es gibt sogar den Hinweise, dass dort nur gute Schwimmer schnorcheln gehen sollten.

In der Turquoise Bay gibt es viele Korallen, und noch viel mehr Fische. Mit etwas Glück, kannst du hier Schildkröten und auch Riffhaie zu Gesicht bekommen. Wir haben dort keine Schildkröten gesehen, allerdings schwört Neele, dass sie einen Riffhai gesehen hat. 

Sich von der Strömung treiben zu lassen und dann noch in diesem wunderschönem Wasser, war definitiv eines unserer Highlights. 

Schildkröten spotten am Osprey Campground

Der Ospray Campground eignet sich perfekt für eine kleine Abkühlung auch mal ohne Schnorchelequipment. Tatsächlich ist es eine der schönsten Buchten hier und der Strand, wenn du zur Abwechslung mal nicht schnorcheln möchtest, ist auch sehr schön, da das Wasser mega klar ist und der Sand hell. Und fürs dümpeln wichtig: hier ist keine starke Strömung.

In Opray ist die Chance eine Schildkröte zu sichten am besten. Zumindest hat hier absolut jeder, der im Wasser war, eine gesehen. Die beste Zeit soll morgens sein, da sie nah an der Küste schlafen und sich von dem Seegras, dass es mehr als genug in Ospray gibt, ernähren. Wir waren zwar zu keiner anderen Zeit schnorcheln. Können es aber bestätigen, dass es morgens viele Schildkröten zu beobachten gibt.

Schildkröte im Ningaloo Riff in Westautsralien

Wann und wo kannst du was im Ningaloo Reef bestaunen?

 Korallen im Ningaloo Reef

Ja, die Korallen kannst du das ganze Jahr über beobachten. Allerdings findet im März die Korallenblüte statt. Hört sich schön zum Schnorcheln an, bunter und so? Ist es aber leider nicht, denn die Korallenblüte heißt nichts anderes, als das die Korallen ihre Samen ins Wasser abgeben, was die Sicht leider deutlich schlechter werden lässt.

Schildkröten

Schildkröten waren für uns ein Grund, unbedingt in den Cape Range Nationalpark zu fahren, denn hier halten sie sich ganzjährig auf. Besonders häufig kommen die Green, Loggerhead und Hawksbill Schildköten dort vor. Allerdings wurden bereits sechs der sieben Wasserschildkröten im Ningaloo Reef gesichtet. 

Das Eierlegen der Schilkröten findet jedes Jahr von November bis Februar oder März statt. Die Schildkröten legen, je nach Art, zwischen 50 und 200 Eier in einem Loch am Strand ab. Nachdem die Eier am Strand liegen, kümmern sich die Mütter nicht mehr um die kleinen. Nur eine Schldkröte von 1.000 erreicht das Erwachsenenalter. Die kleinen Schildkröten schlüpfen von Januar bis März aus ihren Brutlöchern. Dann kannst du die Wanderung vor allem nachts beobachten. Achte nur bitte darauf, die kleinen Schildkröten nicht anfassen.

Schildkröte im Cape Range Nationalpark

Insgesamt haben wir vier Schildkröten gesehen. Das war am Osprey Campingplatz und Lakeside. Häufig haben wir sie unter großen Korallen liegen sehen. Wenn sie Hunger haben, sind sie mit Glück beim Seegras zu finden. 

Wenn du mehr über die Schildkröten erfahren möchtest, ist noch vor dem Eingang zu Nationalpark das Jurabi Turtle Center auf der Yardie Creek Road, die durch den Nationalpark führt. Hier erfährst etwas über Schildkröten allgemein und welche hier im Ningaloo Riff zu finden sind.

Umgang mit Schildkröten:

Die kleinen Schildkröten dürfen nicht angefasst werden, da das sonst ihr natürliches Navigationssystemen stören kann. Das ist insofern schlimm, da sie für die Brut unter Umständen nicht wieder zu dem Strand, an dem sie geboren sind, zurückfinden.

Wallhaie

Die Walhaie kommen jedes Jahr zwischen März und Mitte August zum Ningaloo Reef, um Korallenspermien und Zooplankton zu essen. Walhaie können eine Länge von bis zu 12 Meter erreichen und sind trotzdem ungefährlich für uns Menschen. Sie haben quasi kein Interesse an uns und schwimmen langsam an uns vorbei. 

Die großen Geschöpfe können bis zu 70 Jahre alt werden und jeder Walhai hat ein individuelles Muster an Punkten auf dem Rücken. So konnte herausgefunden werden, dass jährlich zwischen 300 und 500 Walhaie zum Ningaloo Reef kommen. Somit das das Ningaloo Reef einer der wenigen Orte weltweit, wo eine so große Anzahl an Walhai anzufinden sind.

Eine Tour mit den größten Fischen der Welt kannst du von Exmouth oder Coral Bay aus buchen.

Tauchkurs Koh Tao Walhai

Baby Haie

Das Skeleton Reef nahe Coral Bay ist bekannt für die Nursery Area der harmlosen Riffhaie. Das heißt, dort kannst du kleine Babyhaie direkt vom Strand aus im flachen Wasser sehen. Muss mega cool sein, aber wir waren leider zu spät da. 

Mehr zu den Haien erfährst du in unserem Beitrag über Coral Bay.

Haie schnorcheln in Fidschi
Im Ningaloo Riff haben wir keine Riffhaie vor die Linse bekommen. Diese haben wir allerdings auf Fidschi gesehen.

Mantarochen

Mantarochen sind eines der Highlights in Coral Bay. Daher kannst du in unserem Blogbeitrag über Coral Bay mehr zum Thema schwimmen mit den Mantarochen lesen.

Buckelwale

Von Juni bis November sind Buckelwale entlang des Ningaloo Riffes zu sehen. Es zieht die mit circa 30.000 Tieren die größte Herde von Buckelwalen in der südlichen Hemisphäre von ihrem Futterplatz in der Antarktis bis zu ihrem Brutplatz an der Küste vor Kimberly. Mit Glück kannst du entlang des Ningaloo Reef auch die Tiere von der Küste aus bestaunen. Die Buckelwale sind jedoch nur eine von 18 verschiedenen Walarten, die an der Westküste Australiens vorbeiziehen. Auch Blauwale, Zwergwale oder Orcas, kannst du am Ningaloo Riff sehen.

Möchtest du jedoch auf Nummer sicher gehen, kannst du auch hierfür in der entsprechenden Zeit eine Tour buchen. 

Emus 

Ganzjährig kannst du in der Innenstadt Exmouth Emus antreffen. Die freundlichen Vögel haben wir als neugierig kennengelernt. Aber sie sind immer noch wilde Tiere, also bitte nicht füttern. Im August schlüpfen die Küken und sind dann ein Jahr lang mit den männlichen Emus unterwegs.

Wandern im Cape Range Nationalpark

Rechts das kristallklare Meer und links die raue knallrote Landschaft. Und genau da kannst du wandern gehen. Hier findest unter anderem Emus, Adler und Euros. Du weiß nicht, was Euros sind? Wir bis dahin auch nicht. Eine Mischung zwischen Känguru und Wallabie, die ziemlich frech werden kann. Auf unserem Campingplatz North Mandu stand ein Baum in der Mitte des Platzes, der einziger Schattenplatz weit und breit. Und gegen Mittag, wenn es zu heiß wird, kommen die süßen Beuteltiere und suchen Schutz unter diesem Baum. Allerdings haben auch sie verstanden, dass wir Menschen häufig etwas zu essen dabei haben. Unser Tisch wurde auch ganz genau inspiziert, ob wir nicht auch was leckeres zu Essen haben.

Zwei beliebte Wanderwege hier liegen im Mandu Mandu Gorge und dem Yardie Creek.

Euro Beuteltier im Cape Range Nationalpark

Wandern entlang des Yardie Creeks

Da der Yardie Creek mit dem Meer verbunden ist, kann es schonmal vorkommen, dass sich Rochen oder kleine Haie dorthin verirren. Zusätzlich ermöglicht der Salzwasserzugang das Wachsen von Mangroven.

Der Yardie Creek liegt am Ende der geteerten Straße, die durch den Nationalpark führt und ist die einzige Schlucht im Cape Range Nationalpark, in der permanent Wasser ist.

Entlang eines Plateaus kannst du den Gorge von oben bestaunen und auf der gegenüberliegenden Seite laufen Euros und mit Glück Schwarzpfoten Wallabies an der Klippe entlang. Diesen kurzen Wanderweg solltest du auf jeden Fall machen, wenn du im Cape Range Nationalpark bist.

Wenn du den Gorge von unten sehen und mehr über die Tiere dort erfahren möchtest, bietet sich auch eine Bootstour an.

Yardie Creek im Cape Range Nationalpark, Westaustralien

Den trockenen Mandu Mandu Gorge entdecken

Im Gegensatz zum Yardie Creek ist der Mandu Gorge komplett ausgetrocknet. Vom Parkplatz kannst du wieder entlang eines Plateaus wandern und gleich durch das weiße Flussbett spazieren. Das Flussbett ist voller Steine, weshalb es ziemlich anstrengend ist, dort spazieren zu gehen.

Auch hier kannst du den selten Schwarzpfoten Wallabies begegnen. Eigentlich sind sie, wie alle anderen Kängurus und Wallabies nachtaktiv, dennoch haben wir welche am Tag an den Wänden entlang hüpfen sehen.

Manu Manu Gorge im Cape Range Nationalpark

Wo kannst du im Cape Range Nationalpark schlafen?

Im Cape Range Nationalpark gibt es elf verschiedene Campingplätze, die alle sehr ähnlich ausgestattet und an den schönsten Buchten zu finden sind.

Allerdings musst du diese Plätze im Voraus buchen. Sich einfach auf einen freien Platz stellen und abends beim Ranger bezahlen ist nicht gestattet. Am Anfang des Nationalparks ist nochmal WLAN erhältlich, damit online ein Platzt gebucht werden kann. Leider kannst du auch nicht über dein Mobiles Netz reservieren, da im Nationalpark sehr schlechter bis kein Empfang ist. Zudem musst du einen Screenshot deiner Buchungsbestätigung dabei haben.

Wir empfehlen dir in der Hauptsaison bereits mehrere Tage oder besser Wochen deinen Platz im Voraus zu buchen. Du bist sicher nicht der einzige Tourist zu dieser Zeit und auch dieAustralier lieben campen.

Ausstattung der Campingplätze im Cape Range Nationalpark

Wie in ganz Westaustralien gibt es auf den Campingplätzen in Nationalparks kein fließendes Wasser. Das heißt, solltest du länger im Nationalpark verbringen wollen, solltest du genug Wasser mitbringen. Zum Trinken, Kochen, Abwaschen, Duschen.

Kleiner Anhaltspunkt für dich: Wir haben zwei Nächte im Cape Range Nationalpark verbracht und hatten 15 Liter Wasser dabei. Das langte für uns, sogar für jeden Abends kurz abduschen.

Camping im Cape Range Nationalpark

Die Camps sind ansonsten mit Toiletten mit Toilettenpapier ausgestattet.

Ein beliebter Campingplatz ist zum Beispiel die Osprey Campsite. Wir können es verstehen, es ist mega schön dort! In Osprey gibt es zum Beispiel auch Plätze, auf denen Generatoren erlaubt sind. Darauf solltest du bei deiner Buchung zum Beispiel achten.

Osprey Bay im Cape Range Nationalpark
Turquoise Bay im Cape Range Nationalpark, Westaustralien

Normale Campingplätze kosten 11 AUD pro Person und Nacht. Zusätzlich kommen noch die Eintrittskosten für den Cape Range Nationalpark. Hier auf dieser Seite kannst du dir deinen Platz buchen.

Warst du schon mal im Cape Range Nationalpark? Wir fanden es super dort. Vor allem das Schnorcheln hat uns gut gefallen. Haben wir etwas vergessen? Wir freuen uns über ein Kommentar von dir.

Noch mehr Lust auf Australien? Dann geht es hier zu unseren anderen Beiträgen.

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