Tag 162 bis 171: Roadtrip durch den Südwesten Australiens

Nach einer Woche Perth startete für uns der zweite große Roadtrip. In 40 Tagen die Westküste Australiens entdecken. Zuerst ging es für uns aber Richtung Südwesten um den Teil südlich von Perth zu erkunden.

Ein kleiner Traum erfüllte sich für mich (Neele): Endlich mal mit einem Dachzelt unterwegs sein. In Neuseeland haben wir das nur selten gesehen und irgendwie fand ich, dass das gemütlich aussieht. Ist es auch, aber dazu später mehr.

Ohne Plan drauf los

Einen Plan hatten wir mal wieder nicht so richtig. Vielleicht eine Woche südlich von Perth verbringen und danach dann Richtung Norden und Exmouth, als nördlichstes Ziel. Alles danach wird teuer, denn dann startet das Outback und es würden mit unserem Mietwagen noch mehr Extrakosten anfallen.

Also haben wir am 12. März unseren kleinen Norbert abgeholt. Bei KMart eingekauft, unsere Sachen eingepackt und dann unsere Vorräte aufgestockt und nochmal zu KMart, denn Kissen und Decken gehören tatsächlich nicht zur Ausstattung… Und dann ging es endlich los, naja fast. Wir haben uns gemütlich im Feierabendverkehr Richtung Süden angestellt. Gibt es einen besseren Start?! Vielleicht, aber egal, denn was dann folgte, war der Hammer. 

Tag 2 Busselton und Pläne über Board schmeißen

Der erste Stop war Busselton und da wartete direkt schon ein Highlight. Die kleine Stadt liegt direkt am Strand. Der Sand, das Meer – wow! Und dann noch der fast zwei Kilometer lange Pier.

Längster Pier der Welt in Busselten, West Australien

Bei so schönen Bedingungen wurde erstmal unsere kleine Drohne ausgepackt und durfte in die Luft steigen.  

Pier in Busselten, West Australien

Das erste Infocenter gehört mal wieder uns, da haben wir dann ein Bilderbuch gefunden, mit lauter Stränden und Buchten aus der Gegend. All die schönen Orte hatten wir bis dahin überhaupt nicht auf dem Zettel und schwups mussten wir eine Nacht mehr dort verbringen. Es folgte eine Bucht nach der nächsten. An dem Tag sind wir mit Drohne und Kamera von A nach B gehetzt und wollten daher nächsten Tag einfach nur noch an Strand.

Castel Rock in der Margret River Region, Australien
Castel Rock in der Margret River Region, Australien

Endlich konnten wir so viel Drohne fliegen, wie wir wollten. Und das wurde ausgenutzt. Unsere drei Akkus wurden voll ausgeschöpft und zwischendurch während der kurzen Fahrt hektisch mit unserer Powerbank aufgeladen und weiter geht‘s. Gerade ich (Neele) habe richtig Spaß am Fliegen bekommen. Gut Fabi hatte ja schon vorher Spaß und ist sauglücklich, dass er sie bei (fast) jeder Gelegenheit auspacken konnte…

Auch die nächsten Tage sahen nicht wirklich anders aus

Alles zusammenpacken, ins Auto und noch bevor der Kaffee trinkbare Temperaturen hatte, waren wir schon an unserem ersten Strand. Drohne rausgeholt, Linse vor’s Auge und die ersten Aufnahmen des Tages gemacht. Puh, haben wir viel geknipst. Und das zu Uhrzeiten, da lagen wir in Neuseeland nach gemütlich in den Federn. 

Canal Rock in Margret River Region, Australien
Canal Rock in Margret River Region, Australien

Die ersten schönen Orte festgehalten, erstmal frühstücken. Ort genießen. In Neuseeland haben wir teilweise die Morgende verdödelt und sind nicht vor 11 oder häufig noch später los gefahren. Frühstücken, Auto fahrbereit machen und co. hat gern 2-3 Stunden gedauert. Hier in Australien packten wir morgens alles schnell zusammen und häufig vergingen noch einige Stunden, bis wir frühstücken. Irgendwo, wo es schön ist. 

Stachelrochen in Hamlin Bay, Margret River Region in West Australien
Stachelrochen in Hamlin Bay, Margret River Region in West Australien

Kängurus am Strand in Esperance

Nach zwei Tagen und ein wenig schlechtem Wetter sind wir in Esperance angekommen. 

Wer sich mit Westautralien beschäftigt, wird immer und immer wieder von diesem Ort hören und das nicht umsonst. Für uns zumindest stand schon lange vor der Reise fest, hier müssen wir hin. Es kommt alles zusammen, was diese Land so wunderschön macht: kristallklares Meer, weißer Sandstrand und Kääängurus. So süß und an die Menschen gewöhnt, lassen sie sich sogar streicheln. 

Kängurus am Strand in der Lack Bay in West Australien

Abends  pünktlich zur Dämmerung auf unserem Campingplatz für die nächsten beiden Nächte angekommen, wurde gekocht und schon ging es in die Falle.

Wusstest du, dass hier im Spätsommer schon um 19:00 Uhr alles stockduster ist? Wir nicht, war schon ein kleiner Schock. Aber nun ja, so ist es nun mal. Ist halt auch entspannt, wenn wir die Abende gar nicht mehr so voll knallen können, dass wir erst gegen 20:00 Uhr oder so zu kochen anfangen, weil wir so später erst irgendwo ankommen. 

In Australien versuchen wir gegen vier, spätesten um fünf Uhr beim Schlafplatz anzukommen, weil dann die Kängurus aktiv werden und leider viel zu häufig auf oder neben der Straße rumhüpfen… 

Am nächsten Tag haben wir uns dann den 22 km langen Great Ocean Drive vorgenommen. Nicht zu verwechseln mit der mehrere 100 Kilometer langen Great Ocean Road. Hier folgte wieder ein wunderschöner Strand dem nächsten. Wo wir da frühstücken sollten oder nachmittags baden, die Auswahl war schon schwerer. 

Great Ocean Drive in Esperance in West Australien

Am Ende hat der Twilight Beach den Kampf um den für uns schönsten Badestrand gewonnen. In so klarem und hellblauen Wasser waren wir noch nicht baden. Einfach herrlich! So lässt es sich aushalten… hihi

twilight Beach in Esperance in West Australien
Twilight Beach in Esperance in West Australien

Die perfekte Welle surfen am Wave Rock

Der Hinweg führte immer entlang der Küste, war aber natürlich nicht der kürzeste, da bot es sich an, quasi einmal quer durch das Landesinnere zurück nach Perth zu fahren. 

Nicht ganz zufällig sind wir dort am Wave Rock vorbeigekommen. Das ist ein Felsen, der durch Regen und Erosion zu eine Art Welle geformt wurde.

Schön früh um halb acht dagewesen, da hat sogar der Parkscheinautomat noch geschlafen. Das hat uns glatte 12 AUD gespart. Haben wir dankend angekommen. Und der zweite Vorteil: wir waren ganz alleine und konnten so viele Posen ausprobieren, wie wir wollten. 

Wave Rock in West Australien

Anschließend ging es weiter und schwups waren wir wieder in Perth. Die ersten zehn Tage unseres Roadtrips waren vorbei. Die Zeit ist dermaßen gerannt. Und eigentlich wären wir gerne noch an der einen oder anderen Stelle etwas länger geblieben. 

Wir finden Australien toll, jetzt schon und das ist erst der Anfang. 

Ungefiltert, einfach frei heraus unsere Reisetagebücher

Pink Lake im Westgate Park Melbourne
Tag 141 bis 148 – Moin Australien!
Natures Window im Kalbarri Nationalpark, Westküste Australien
Tag 171 bis 177: von Perth nach Kalbarri

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Steffi und Maik
20. Mai 2019 20:12

Wir freuen uns, dass es mal wieder einen längeren Bericht gibt. Toll!
Schöne Bilder, es war bestimmt wunderschön.👍🌞
Liebe Grüße

Antworten

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